Der Kallbus

Es gibt Dinge, die lassen einen einfach nicht los - Ein Bus für die Kallboys! Ein Kallbus! Ein Kallbus, der uns bequem und lässig auf unseren Clubtouren bewegt. Das wäre was! Man braucht ja nur einen ausrangierten Linienbus zu kaufen und zu einem Kegelmobil umzubauen. Doch so leicht, wie wir uns das vorgestellt haben, war das nicht!

12.5.2018: Alles neu macht der Mai.

Da die Mainacht eh nicht zu schaffen war, gehen wir die Sache nun entspannter an. Inzwischen sind die bestellten Teile für die hintere Bremse eingetroffen. Nach 2 Schraubernachmittagen hat die Hinterachse neue Radbremszylinder. Alle Teile wurden gereinigt und die Nachstelleinrichtung gangbar gemacht.
Für den Zusammenbau benötigen wir allerdings noch neue Dichtungen für die Steckachse. Die alten Dichtungen gingen beim Zerlegen der Achse kaputt und neue gibt es nicht zu kaufen. Um das Problem zu lösen, vermessen wir die Dichtfläche und konstruieren die Dichtung am Computer nach. Anschließend wird die Dichtung von einem Plotter aus einem Bogen Dichtungspapier ausgeschnitten. Zunächst auf einfacher Pappe um die Passgenauigkeit zu prüfen, bevor wir ins "kostbare" Dichtungspapier schneiden. Das funktioniert sehr gut und die Dichtung passt.

 

Hinweis: Wer auch in die Verlegeheit kommt, neue Dichtungen für die Steckachse seines FK3500 zu benötigen, der kann das .dxf-File hier herunterladen. Wir haben 0,3mm starkes Dichtungspapier verwendet, dass es in DIN A4 Bögen gibt. Je nach Plottersoftware kann es, sein dass Sie die Abmessungen kontollieren müssen. Achten Sie darauf, dass der Aussenduchmesser 144mm beträgt.

 

Für den Silhouett Portrait Plotter haben wir folgende Schnitteinstellungen verwendet:

Materialtyp: Fotokarton, Einfach
Messer: 4
Geschwindigkeit: 4
Dicke:33
Doppelschnitt: Nein

 

 

Wir beginnen mit dem Zusammenbau: Bremstrommel drauf, Radlager rein, Steckachse rein, alles zusammenschrauben, inneres Rad drauf, äußeres Rad drauf.
Stopp!
Beim Anschrauben des äußeren Rades, beim Festziehen der letzten Radmutter, gibt es Probleme. Der Gewindegang des Stehbolzens scheint beschädigt.  
Und so ist hier wieder Ende der Arbeiten angesagt. Erst muss eine Lösung für den Bolzen gefunden werden.

26.5.2018: Wir haben den Dreh raus


Der Bolzen ist instandgesetzt und die Mutter lässt sich wieder drauf drehen. Endlich können wir die Hinterräder montieren und den Wagen hinten wieder ablassen. Er sieht jetzt hinten wieder wie ein richtiger LKW aus und steht auf seinen eigenen Rädern. Die Bremstrommeln vorne bleiben erstmal ab, da wir noch auf die neuen Simmerringe warten.
Es ist heiß in der Halle und auf große Arbeiten unter dem LKW hat keiner Lust, also geht es im Führerhaus weiter. Ein paar kleinere Arbeiten an der Elektrik und an der Heizung folgen. Der Fahrersitz kommt nochmal raus und ein verbesserter Batteriehalter wird eingebaut. Anschließend wird die ganze Wanne, in der die Batterien sitzen entrostet, saubergemacht und neu lackiert. Zu guter Letzt bauen wir noch den Hauptbremszylinder aus, zwecks Analyse auf der heimischen Werkbank.

2.6.2018: Die Reise ins Innere des Hauptbremszylinders

Der Hauptbremszylinder wird auf der Werkbank zerlegt. Das Innere sieht sehr gut aus: keine Spuren von Rost! Beim Zerlegen kommt klare, gelbe Bremsflüssigkeit aus dem Zylinder. Glücklich darüber, dass wir diesmal kein Ersatzteil brauchen, wird der Hauptbremszylinder gründlich gereinigt und wieder zusammengesetzt.

 

 

7.6.2018: Dies & das

Der Hauptbremszylinder bekommt statt der Schlitz-Schrauben neue Zylinderkopfschrauben mit Inbuskopf. Vor der Montage wird die Umgebung im Motorraum gereinigt, entrostet und neu lackiert. Hier hatte jemand schon vor langer Zeit mit Bremsflüssigkeit gekleckert. Wenn die Farbe getrocknet ist, ist für die Montage des Hauptbremszylinders nun alles vorbereitet. Nachdem die Batteriewanne neu lackiert worden war und der neue Batteriehalter verbessert wurde, werden die Batterien und der Fahrersitz wieder montiert. Zum Schluss wird die Demontage des Bremskraftverstärkers vorbereitet. Am Rahmen ist eine Hydrair Z der Firma Graubremse verbaut. Vor dem Befüllen der Bremsanlage soll dieses Gerät einmal durchgesehen werden. Zum besseren Zugang werden einige der Riffelbleche unter der Pritsche entfernt und alle Schraubverbindungen mit WD-40 bearbeitet, um sie später besser lösen zu können.

27.6.2018: Der Angstgegner

Die Hydrair Z (Z wie Zweikreisbremssystem) – ein uns bisher unbekanntes Bauteil. Es ist ein Bremskraftverstärker, tief unten am Rahmen verbaut, der mit Hilfe der Druckluftanlage beim Bremsen hilft. Viele Leitungen führen dorthin – für Luft, für Bremsflüssigkeit und für Strom, denn auch der Bremslichtschalter sitzt dort. Uns ist klar: wenn man die Bremsanlage überholen will, muss man sich auch diesem Teil widmen. Dank der Vorbereitungen vom letzten Mal lassen sich die Verbindungen gut lösen und nach kurzer Zeit liegt das Teil vor uns. In den nächsten Wochen erfolgt die Reinigung und Durchsicht.

   
© Kallboys