Mondorfer Geschichte(n)

Die Kallboys wollen an dieser Stelle Geschichte und Geschichten aus und rund um Mondorf erzählen. Da die Recherchen sich teilweise auf Augenzeugenberichte stützen ist dies nur durch viel herum fragen möglich und entsrechend Zeitaufwendig. Daher erscheinen die Mondorfer Gechichte(n) in unregelmäßigen Abständen. Viel Spaß beim Schmökern.
Es werden jeweils 5 Geschichten pro Seite angezeigt.

Mondorfs Trafohäuschen - wie der Strom nach Mondorf kam

In der Hafenstraße, der Eifelstraße und am Thelenkreuz stehen kleine Turmhäuser. Das sind nicht etwa Zweitwohnsitze von Rapunzel, sondern Transformatorenhäuser oder auch Transformatorstationen. Diese Türmchen wurden errichtet, um die Mondorfer Haushalte über eine Freileitung mit Elektrizität zu versorgen. Dennoch sterben diese Häuschen langsam aus, denn heutzutage werden Wohnhäuser und andere Gebäude unterirdisch mit Strom versorgt. Dies ist durch bessere Isolationsmaterialien möglich geworden.

Eifelstraße

Im Stadtgebiet von Niederkassel gibt es 168 Transformatorstationen, von denen 32 in Mondorf stehen. Nicht alle sind so groß wie die 3 Turmstationen. 13 Stück befinden sich in ganz alltäglich aussehend einstöckigen Gebäuden. Die Station im Hummerich, an der Kreuzung mit der Thelengasse, sieht auf den ersten Blick aus wie eine Fertiggarage. Weitere 16 Transformatorstationen sind sogenannte Kompaktstationen, wie z.B. in der Rheinallee. Sie ähneln großen Schaltschränken oder Streugutkisten. Die letzten drei Turmstationen sind jedoch die ältesten verbliebenen in Mondorf. Die Station in der Hafenstraße wurde 1957, die beiden anderen 1959 erbaut.

 

 

Auffällig ist, dass diese Trafohäuser nie standardisiert waren. Die drei verblieben Trafohäuser in Mondorf sind alle unterschiedlich. Solche Gebäude sind überall in Deutschland immer dem baulichen Umfeld angepasst worden und mehr oder weniger architektonisch aufwändig verziert worden. Ein weiteres, völlig anders aussehendes, Transformatorenhaus stand am heutigen Adenauerplatz. Es wurde an die Halle der Mondorfer Korbflechterei gebaut. Die Halle beherbergte später die Papiergroßhandlung Florin. In der Baubeschreibung von 28.12.1926 heißt es:

„Der Neubau eines Transformatorhauses soll nach beiliegender Bauzeichnung … Gemarkung Mondorf errichtet werden. … Die Außenseiten werden mit Trierer Kalk verputzt. Der Sockel wird senkrecht und der Rumpf waagerecht gekratzt. Der obere Teil wird glatt geschabt.“

Der obere Teil ist vom Durchmesser etwas kleiner, sodass der Turm in der Ortsmitte deutlich eleganter wirkt. Das Gebäude wurde Anfang der 90er Jahre mitsamt der Halle abgerissen um einem großen Mehrparteienwohnhaus Platz zu machen.

 

 

Niederkassel wird mit Mittelspannung aus einem Umspannwerk in Ranzel versorgt, in das 110 kV eingespeist werden. Mittelspannungsnetze werden mit 10, 20 oder 30 kV betrieben. In Niederkassel sind es aus historischen Gründen 11 kV (11.000 Volt). Diese hohen Spannungen sind nötig, um Strom über weite Entfernungen zu transportieren und Verluste durch den Widerstand der Leitung zu minimieren. Natürlich ist diese Spannung viel zu hoch, um damit Geräte im Haus zu betreiben. Daher wird in Transformatoren die Mittelspannung auf die Netzspannung von 400 V transformiert. Ein Transformator, abgekürzt auch Trafo, ist ein Bauteil mit zwei unterschiedlich großen Spulen, bei denen das Verhältnis von Eingangs- und Ausgangsspannung dem Verhältnis der Windungen der Spulen entspricht. Die 400 V werden dann über einen Niederspannungsverteiler zu den Häusern in 5 Leitungen geführt. In der Regel werden etwa 120 Haushalte oder Zähler von einer Trafostation versorgt. Drei Außenleiter (Phasen), ein Nulleiter und eine Erde. Zwischen einem Außenleiter und dem Nulleiter liegen 230 V an, zwischen zwei Außenleitern liegen 400 V an. Im Haus kann im Sicherungskasten dann durch entsprechende Verschaltung die passende Spannung zu den Steckdosen geführt werden. 400 V für einen Herd, 230 V für eine „normale“ Steckdose oder einer Lampe.

 

 

Die Mondorfer Trafohäuschen werden, ebenso wie die moderneren Transformatorstationen unterirdisch mit der Mittelspannung versorgt. Von den Trafohäuschen werden dann über eine Freileitung die Haushalte mit Netzspannung versorgt. Da die Haushalte aber der Reihe nach versorgt werden, birgt dies einen erheblichen Nachteil. Wird auf diesem Weg ein Haus abgerissen, oder sind Umbauarbeiten am Dachstuhl erforderlich, dann können die dahinter liegenden Häuser nicht mit Strom versorgt werden. Deshalb hat sich die unterirdische Versorgung auch für die Netzspannung durchgesetzt, da hier in der Erde vor jedem Haus Abzweige liegen. Jedes Haus kann nun für Umbauten vom Netz getrennt werden, ohne dass andere Haushalte gestört werden. Außerdem ist die unterirdische Verlegung weniger störanfällig. Durch Sturmschäden kam es früher häufiger zu Stromausfällen von ganzen Straßenzügen.

 

 

Doch seit wann gibt es in Mondorf überhaupt Strom? Hierzu konnte uns das Historische Konzernarchiv RWE Auskunft geben. Dort nahm man sich viel Zeit bei der Beantwortung unserer zahlreichen Fragen, sodass wir die Antworten hier zitieren wollen:

Zitat Anfang:

Wie alle späteren Ortsteile von Niederkassel hat auch die Gemeinde Mondorf mit dem Elektricitätswerk Berggeist (EWB) Im Oktober/November 1904 einen Konzessionsvertrag geschlossen. Dieser Vertrag beinhaltetet den Aufbau und Betrieb eines elektrischen Versorgungsnetzes in der Gemeinde Mondorf durch die EWB. Wann genau die ersten Leitungen verlegt wurden, ist leider nicht mehr nachvollziehbar. Vermutlich ist dies im Jahr 1905 erfolgt.

Versorgt wurde Mondorf ebenso wie die anderen genannten Gemeinden durch das Elektricitätswerk Berggeist AG, das in Brühl ein Kraftwerk im Anschluss an die Grube Berggeist betrieb. Dieses Kraftwerk ging 1899 mit knapp 1 Megawatt Leistung in Betrieb und war damit das erste Braunkohlenkraftwerk der öffentlichen Versorgung im rheinischen Braunkohlenrevier. Es ist damit sozusagen die Urahnin der heutigen Großkraftwerke in Niederaußem, Neurath und Frimmersdorf.

Um den rasch steigenden Strombedarf der neuen rechtsrheinischen Versorgungsgebiete des EWB (und damit auch Mondorf) zu decken, ließ die EWB bereits ein Jahr nach der Verlegung eines ersten Rheinkabels 1905 ein zweites Kabel von Brühl aus durch den Rhein in den Bereich der heutigen Stadt Niederkassel legen.

Im gleichen Jahr übernahm das Rheinisch-Westfälische Elektricitätswerk (RWE) die Elektrizitätswerk Berggeist AG. Für die Gemeinden änderte sich vorerst nichts, die EWB blieben ihr Ansprechpartner. Das rechtsrheinische Versorgungsgebiet des EWB wurde vermutlich noch vor dem Ersten Weltkrieg an das RWE-Netz angeschlossen. Das Kraftwerk Berggeist verlor mit der Inbetriebnahme des für damalige Verhältnis riesigen und topmodernen RWE-Kraftwerks Goldenberg in Knapsack im Jahr 1914 stark an Bedeutung und wurde 1925 stillgelegt.

Der erste Konzessionsvertrag zwischen der EWB und der Gemeinde Mondorf war eigentlich auf 25 Jahre geschlossen, wurde aber bereits im Januar 1913 durch einen neuen Konzessionsvertrag ersetzt. Dieser Vertrag sollte ursprünglich 30 Jahre laufen, ist dann aber bereits im Herbst 1926 durch einen weiteren neuen Konzessionsvertrag ersetzt worden.

1931 übernahm dann RWE von der Elektrizitätswerk Berggeist AG die gesamten Anlagen, Aktiven und Passiven und führte diese als RWE Betriebsverwaltung Berggeist weiter fort. Das Unternehmen EWB wurde daraufhin im Jahr 1934 aufgelöst.

Zitat Ende

Gebaut und betrieben wurde das Stromnetz in Niederkassel also ursprünglich vom EWB und später von RWE. Wer für den Betrieb und Ausbau eines Stomnetzes in einer festgelegten Region verantwortlich ist, wird durch sogenannte Konzessionsverträge geregelt. Bis zum 31.12.2013 war das RWE durch einen entsprechendem Vertrag mit der Stadt Niederkassel dafür verantwortlich.

Bis zur Energiemarktliberalisierung im Jahr 1998 lieferte RWE auch den Strom für Niederkassel praktisch per Gesetz. Bis zu diesem Zeitpunkt galt ein gesetzliches Gebietsmonopol das ein Stromanbieter zu bedienen hatte. Der Versorger (RWE) war durch den Versorgungzwang dazu verpflichtet alle Verbraucher in einem festgelegten Gebiet zu versorgen.

Nach 1998 wurden Stromerzeugung (Kraftwerke), Stromverteilung (Netze) und Stromvertrieb (Verkauf) getrennt. Durch die Trennung stand es nun jedem Verbraucher frei, seinen Strom bei einem Lieferanten seiner Wahl zu kaufen. RWE besaß noch bis zum 31.12.013 die Konzession zum Betrieb des Stromnetzes in Niederkassel. Die am 1.1.2014 neu gegründete „Energieversorgung Niederkassel (EVN)“ betreibt seitdem das Stromnetz der Stadt Niederkassel durch einem neuen Konzessionsvertrag.

Die EVN ist ein Gemeinschaftsunternehmen der Stadt Niederkassel (51%) und der rhenag, Rheinische Energie AG (49%). Den operativen Strom-Netzbetrieb teilen sich die Westnetz (Netzgesellschaft der RWE) und die Rhein-Sieg Netz (Netzgesellschaft der rhenag). Sie sorgen dafür, dass das Stromnetz ordnungsgemäß betrieben wird, neue Anschlüsse gelegt, alte Leitungen ausgetauscht und Störungen behoben werden.

So stellen sich die Zuständigkeiten heute wie folgt dar:

  • Für den Transport des Stroms zu den Haushalten, Gewerben und Industrien und für die Anbindungen von regenerativen Erzeugungsanlagen (z.B. Photovoltaik) ist jedoch ausschließlich die EVN mit ihren Partnern Rhein-Sieg Netz bzw. Westnetz zuständig.
  • Der Grundversorger für Niederkassel die RheinEnergie AG. Grundversorger bedeutet, dass dies das Unternehmen ist, von dem die meisten Haushalte ihren Strom beziehen.

 

Quellenangaben:

Bildquellen:

  • Die Bilder des Inneren eines Trafohäuschens - Rhein-Sieg-Netz GmbH Ein Unternehmen der renag
  • Bild des Baubanntages des Trafohäuschens auf dem Adenauerplatz - Stadtarchiv Niederkassel, I 101
  • Bild des Trafohäuschens auf dem Adenauerplatz – Roland Klinger – www.mondorf-rhein.de

Hinweis:
Dieser Artikel entstand aus der Vielzahl von Informationen die wir bei der Recherche zum 45. Mondorfer Bastelbogen sammelten. Den Bastelbogen können Sie auf unserer Homepage kostenlos herunterladen.

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Mondorf und der Truchsess

Mondorf in frühen Darstellungen (Teil 1)

In dieser Geschichte spielt Mondorf nur eine kleine Nebenrolle. Immerhin befand man es jedoch für so wichtig das Ereignis in einem Bild darzustellen. Der Kupferstich von Franz Hogenberg zeigt den Übergang der Truppen von Gebhard von Waldburg über den Rhein bei Mondorf im Jahr 1582.

Der Text darunter erklärt, wo sich die ganze Szenerie abspielt.

Waß, lang zu kayserswerdt allein
Truxes practizirt in geheim
Darnach zu Arnsburg follzogen
Wie das eigentlich gelogen.

Wirt zu Bonn an das licht gebracht
Als er auß Westphalen sein macht
Setzet zu Mundorf uber Rhein
Und nimpt also das Stift gar ein.

Diß ist gewesen der anfangh
Drumb villen Auch ihm wurden bang
Anno Dni MDLXXXII

Wie kam es zu diesem Ereignis?
Als im Jahre 1577 Gebhard Truchseß von Waldburg-Trauchburg zum Erzbischof und Kurfürst von Köln wurde, stand er in den ersten Jahren seiner Amtszeit treu zur katholischen Kirche. Etwa um 1580 lernte er jedoch die Stiftsdame Agnes von Mansfeld kennen und lieben, doch leider war die Gräfin protestantisch.

Die Verwandtschaft der Gräfin, leidenschaftliche Calvinisten, fanden es nicht besonders ehrenhaft, und schon gar nicht standesgemäß für eine Gräfin, nur eine Mätresse zu sein, und forderten Gebhard von Waldburg auf, sie zu ehelichen. Einige Quellen geben an, dass es dem Erzbischof nicht besonders schwer gefallen war dem zuzustimmen, weil er Agnes wohl sehr liebte. Andere Quellen berichten von einer Erpressung, in der es um ein Messer und seine Männlichkeit ging. Wie es auch immer war - im Groben stimmte er einer Ehe zu.

Da er aber katholischer Priester war, unterlag er dem Zölibat. Nun stand es nach dem Religionsfrieden von 1555 einem katholischen Geistlichen zu, protestantisch zu werden, aber dann musste er alle Titel und Besitztümer abgeben. Gebhard wollte aber nicht auf die Annehmlichkeiten seines durch die Titel erworbenen Luxus verzichten - er selbst war nämlich ziemlich mittellos. Dieser Passus war auch schon einigen anderen protestantischen Reichsgrafen ein Dorn im Auge. Sie verbündeten sich mit Gebhard von Waldburg und dieser konvertierte am 19.12.1582 zum evangelischen Glauben - nicht ohne darauf hinzuweisen, dass er alle Titel und Besitztümer behalten wolle, und er seinen Untertanen ihre Konfession freistelle.

Da abzusehen war, dass die katholischen Kurfürsten und auch der Papst dies nicht gutheißen würden, besetzte Gebhard vorsorglich die Stadt Bonn mit Truppen; hier lagerten die Urkunden des kurkölnischen Archivs und die Landeskasse. (Auf diesen Zeitpunkt ist der Hogenberg Stich datiert.) Kurz darauf heiratete Gebhard die Gräfin Agnes auch im Februar 1583 in Bonn.

Dies alles missfiel dem Papst Gregor XIII sehr, der ihn daraufhin absetzte, exkommunizierte und einen neuen Erzbischof für Köln einsetzte - Gebhard erkannte diesen aber nicht an. Das ganze gewann auch noch an politscher Schärfe, da der Kaiser durch die sechs Kurfürsten gewählt wurde, und bisher war das Verhältnis der Konfessionen hierbei 3:3. Die Konvertierung von Gebhard verschob das Machtverhältnis aber nun zu Gunsten der Protestanten, würde er den Titel behalten. Das wollten die Habsburger, die eng mit der katholischen Kirche verbunden waren und zu dieser Zeit den Kaiser Rudolf II stellten, keinesfalls dulden. Nun hatte sich Gebhard den Papst, den Kaiser und das Herzogtum Bayern zum Feind gemacht, und ein militärischer Konflikt war jetzt unausweichlich : der Truchsessche Krieg, auch Kölner Krieg genannt, brach aus.

Die Bayern, mit Spanien verbündet und durch finanzielle Mittel des Vatikans ausgestattet, machten sich auf dem Weg, um Gebhard Einhalt zu gebieten. Dieser sah sich nun in einer schlechten militärischen Lage, denn die andern protestantischen Herzogtümer schickten weder Geld noch Truppen; nur der Pfalzgraf Johann Casimir aus der Pfalz schickte 7000 Soldaten. Die beiden Truppen standen sich letzten Endes gegenüber, als Trennung nur der Rhein, denn man vermied einen Konflikt auf offenem Feld. Diese Machtdemonstration endete abrupt, als der Kurfürst der Pfalz starb und Johan Casimir nun Administrator der Pfalz werden konnte. Er zog seine Truppen ab und Gebhard stand plötzlich allein da.

Sofort überquerten die Bayern den Rhein. Gebhard blieb ihm nichts anderes übrig als sich zu verschanzen : er flüchtete in die Godesburg bei Bonn. Die Bayern nahmen daraufhin Bonn ein und belagerten die Burg. Nach mehreren Sprengversuchen, enterte ein Söldnerkommando letztendlich die als uneinnehmbar geltende Burg, ausgerechnet durch das Abort.

Als Anmerkung ist noch zu sagen, dass Gebhard in die Niederlande fliehen konnte, und der Truchsessche Krieg praktisch nahtlos in den in den Spanisch-Niederländischen Krieg überging.

Bleibt die Frage, ob sich die Überquerung des Rheines wirklich in Mondorf abgespielt hat. Die Ansicht zeigt Bonn von der rechten Rheinseite aus. Jedoch ist weder die Siegmündung, noch die Rheininsel mit der späteren Festung Pfaffenmütz zu sehen. Der Standort würde also eher Beuel vermuten lassen. Andererseits hat Mondorf schon seit 1200 Jahren eine Fährgerechtsame inne. Das ist Recht, gegen ein Entgelt Personen, Güter oder Fahrzeuge mit einer Fähre über einen Fluss überzusetzen. Hier bestand also eine Möglichkeit mit Booten oder Nachen anzulanden beziehungsweise überzusetzen.

Einen weiteren Hinweis auf Mondorf könnte die Burg oder Burgruine sein, die auf der rechten Rheinseite des Stiches zu sehen ist. Herman Sanke ging bei einer Beschreibung dieses Stiches in seinem Buch davon aus, dass es sich um das Schloss der Herren von Mundorf handelt. Im Zusammenhang mit den Fährgerechtsamen erkennt er in der Burg eine Wasserburg. Als Position gibt er die Mündung der alten Sieg an, wo heute auch noch das Hafenschlösschen steht.

Weiterhin ist der Blickwinkel des Bildes vom Mondorfer Rheinufer aus südwestlich gerichtet. Daher ist die Stadt Bonn selbst also viel zu weit nördlich dargestellt. Die Stadmauer von Bonn endete im Norden zu dieser Zeit etwa auf der Höhe der Theaterstraße. Dort wo heute die Beethovenhalle steht. Daher müsste man vom Standpunkt des Betrachters also eigentlich die Ost- und die Nordseite der Stadtmauer sehen. Gezeigt ist aber nur die Ostseite.

Eine weitere Frage ist, warum die Truppen des Truchsesses von Osten kamen und über den Rhein übersetzen mussten. Als Erzbischof von Köln sollte man doch eher eine Ankunft aus nördlicher Richtung auf der linken Rheinseite erwarten.
Eventuell sind diese Fehler aber auch darauf zurückzuführen, dass viele Stiche jener Zeit auf Erzählungen, Erinnerungen und künstlerischer Freiheit beruhen. Oftmals war der Künstler, der einen Stich erstellte, bei dem Ereignis gar nicht selbst dabei - das Bild ist also nicht wie ein Foto zu werten. Dennoch ist es immerhin ein historisches Kunstwerk, das sich mit Mondorf befasst.

Und eine weitere Frage bleibt. Was ist überhaupt ein Truchseß? Hierbei handelt es sich um einen Adelstitel der seinen Ursprung im mittelalterlichen Hofamt des Truchsesses hatte. Ein Truchseß war für die fürstliche Tafel und die Ernährung der Gäste und Gefolgschaft zuständig  und wies den Mägden und Knechten ihre Aufgaben zu. Mit der Zeit wurde das Amt eher zermoniell und später zu einem vererbbaren Adelstitel, der im Namen getragen werden durfte.

Quellenangaben zu diesem Artikel:

Bild:
http://digital.ub.uni-duesseldorf.de/ihd/periodical/pageview/3366011
aus dem Buch "Geschichtsblätter" im digitalen Archiv der:
Universitäts- und Landesbibliothek Düsseldorf, urn:nbn:de:hbz:061:1-87222

Textquellen im Internet:
http://www.rheinische-geschichte.lvr.de/persoenlichkeiten/G/Seiten/GebhardTruchse%C3%9FvonWaldburg.aspx
http://kups.ub.uni-koeln.de/5600/

Textquellen aus Büchern:
Titel: Berühmte & berüchtigte Bonner
Autoren: Helmut Böger und Gerhard Krüger
ISBN: 3-927283-07-X

Titel: MONDORF im Licht der Geschichte
Autoren: Hermann Sanke
ISBN: Keine - nur Jahr 1977

Wie die Pioniere die Fähre zurückbrachten

In den 60er und 70er Jahren wuchs die Mobilität im Rhein-Sieg-Kreis stark an, sodass es nötig wurde bessere Verbindungen zur Rhein- und Siegquerung zu schaffen. So ergänzten 1969 die Friedrich-Ebert-Brücke (Nordbrücke) und 1972 die Konrad-Adenauer-Brücke (Südbrücke) die schon bestehende Kennedybrücke im Herzen Bonns. Dies betraf Mondorf jedoch nur wenig, da die Landstraße L269 inklusive Siegbrücke erst 1976 fertiggestellt wurde. Die Fertigstellung löste jedoch sehr schnell die Einstellung des Fährverkehrs zwischen Mondorf und Graurheindorf aus. Durch die neuen Verbindungen nutzten immer weniger Menschen die Fähre, sodass sich der Fährbetrieb nicht mehr rentabel bewerkstelligen ließ. Am 2. April 1977 kam nach fast 1200 Jahren das Aus für die Fährverbindung.

 

Doch auch Brücken brauchen Pflege. Die Kennedy Brücke war im Jahr 1993 schon in die Jahre gekommen und bedurfte einer gründlichen Sanierung. Der Verkehr hatte zudem den letzten 16 Jahren auch noch einmal zugelegt und man befürchtete in der Bonner Stadtverwaltung erhebliche Verkehrsstaus durch die Bauarbeiten. Daher bat man das Bundesministerium der Verteidigung (BMVg) um Hilfe. Man fragte an, ob Bundeswehrfähren den Verkehr entlasten könnten. Zunächst mussten jedoch einige Dinge geprüft werden. Da die Fähren, die eingesetzt werden sollten, für schwereres militärisches Gerät wie Panzer, LKW und Geländewagen gebaut waren, musste geprüft werden, ob zivile PKW die Fähren befahren können. Dazu wurden die Rampen abgeändert. Weiterhin musste eine Unbedenklichkeitserklärung der IHK eingeholt werden, die bestätigte, dass keinem privaten Unternehmen durch den Einsatz der Bundeswehrfähren Aufträge weggenommen werden. Weiterhin entfernte die Stadt Niederkassel den Wendehammer am Rheinufer der vielen Mondorfern noch als „Motodrom“ oder kurz „Drom“ in Erinnerung sein dürfte.

 

Aber nachdem alle diese Punkte geklärt waren sagte das BMVg zu und stellte drei Bodan-Fähren (F-824, F-842 und F-844) zur Verfügung. Dieser, von der Bodan-Werft am Bodensee gebaute, Fährentyp wurde überwiegend am Rhein von den Flusspionieren eingesetzt und besteht aus modular zusammenbaubaren Pontons. Diese Pontons sind auf die Eisenbahn oder LKW verladbar und können somit überall eingesetzt werden. In der kleinsten Zusammenstellung besteht die Fähre aus 4 Pontons; in der maximalen Zusammenstellung aus 20. Mehrere Fähren können als schwimmende Brücke zusammengekoppelt werden. In Mondorf kam die Konfiguration „Normalfähre“ bestehend aus 12 Pontons zum Einsatz (3 x4) und war 7,6 m breit und 37,5m lang. So bot sie Platz für 16 PKW die mit einer Maximalgeschwindigkeit von 15 km/h übergesetzt werden konnten. Maximal konnte die Fähre 135 t Last transportieren. Für den Antrieb sorgten vier um 360° drehbare Propellerruder mit je 145 PS.

Am 3. Mai 1993 begannen dann die Arbeiten an der Kennedy-Brücke und die Soldaten des schweres Pionierbataillon 140 aus Emmerich am Rhein nahmen den Fährbetrieb auf. Gefahren wurde im Schichtbetrieb in der Zeit zwischen 6 und 21 Uhr. Es waren immer zwischen 20 und 28 Soldaten vor Ort. Diese Personenzahl war notwendig, da nicht nur die Fähre besetzt werden musste. Zur Sicherheit patrouillierte ständig ein Begleitboot zwischen den Anlegestellen, auf der Mondorfer Seite befand sich ein VW-Bus mit Funkanlage, der die Kommunikation zwischen den Fähren und dem Begleitboot gewährleistete und auf der Bonner Seite stand ein Unimog mit Sanitätsausrüstung für Notfälle bereit. Es waren maximal zwei Fähren gleichzeitig in Betrieb, die Dritte lag in der Einfahrt des Mondorfer Hafens als Reservefähre bereit, falls eine der Fähren ausfallen würde.

 

Die Stimmung unter den Soldaten an Bord war ausgesprochen gut, bot sich doch hier die Gelegenheit das Material in Friedenszeiten einmal ausgiebig zu nutzen. Und nicht nur das, die Bevölkerung nahm das Angebot gut an; wie Oberfeldwebel Franz Zang (Bootskommandant) und Feldwebel Lutz Günther (Verantwortlicher für die Bootstechnik) erzählten:
“Die Benutzer der Bodanfähren waren höflich und freuten sich, mit einer Fähre der Bundeswehr überzusetzen zu können. Kinder und Jugendliche suchten den Kontakt zu den „militärischen Matrosen“ und mussten oftmals in ihrem Forschungseifer gebremst werden. Aber auch Landwirte, Auslieferungsfahrer von Bäckereien, Metzgereien und Getränkevertrieb zeigten sich auf materielle Art und Weise dankbar, weil ihnen ein großer Umweg erspart wurde. Natürlich wurde von den Soldaten das Verbot, Geschenke anzunehmen, beachtet; aber wie sollten die Jungs sich verhalten, wenn auf einmal unter dem Steuerhaus kleine „Köstlichkeiten“ aufgefunden wurden. Einsatzfahrzeuge der Polizei, der Feuerwehr und Krankenwagen wurden vorrangig, mit voller Maschinenleistung, übergesetzt. Bei Besuchen von Kindergärten, Schulklassen und Seniorentreffen waren die Soldaten hoch motiviert und und leisteten eine erfreuliche Öffentlichkeitsarbeit.“

So wurden bis zum 7. Juli 1993 in 836 Einsatzstunden 13320 PKW, 872 LKW und Landmaschinen und sowie 18136 Fußgänger und Radfahrer übergesetzt. Für diesen Einsatz wurde dem schweren Pionierbattalion noch im selben Jahr die Ehrenmedaille des I.Korps (die höchste truppendienstliche Dienststelle) verliehen.

 

Nachdem nun die Kennedybrücke wieder offen stand, hatte dieser Einsatz doch gezeigt, dass eine Wiederaufnahme des Fährbetriebes durchaus kostendeckend sein könnte. Denn auch nach der Sanierung war aus Niederkasseler und Troisdorfer Sicht die L269 nach wie vor ein Nadelöhr mit Staupotential. Zudem waren die Bodanfähren auch von vielen Spaziergängern und Radfahrern auf einer Radtour genutzt worden – so bot eine Fährverbindung also zusätzlich einen Faktor als Freizeitangebot.

Zunächst interessierte sich der Düsseldorfer Unternehmer Hans Schäfer, der bereits eine Fähre in Kaiserwerth betrieb für das Projekt und trieb es voran. Letztendlich entschied er sich doch gegen eine Umsetzung und überließ die Fährkonzession Heinrich Heinen aus dem Westerwald. Am 19. März 1994 war es dann soweit. Die Fähre „Michaela“ nahm ihren Betrieb in Mondorf auf und etablierte nach 17 Jahren wieder eine feste bis heute bestehende Fährverbindung.

Die Pioniere hatten also ganze Arbeit geleistet und das geliefert was man von Pionieren erwartet: „Einsatzvoraussetzungen schaffen!“. Sie hatten gezeigt, dass eine Fährverbindung in Mondorf wieder rentabel betrieben werden kann und so die „Fähre“ zurück nach Mondorf gebracht. Vielen Dank dafür!

 

 

Quellen und Danksagung für diesen Artikel.

Wir möchten uns ganz herzlich bei Herrn Manfred Labes von www.flusspi.de bedanken. Er beschaffte Informationen zur Bodanfähre und interviewte für uns Oberfeldwebel Franz Zang und Feldwebel Lutz Günther, bei denen wir uns ebenfalls bedanken möchten. Nicht nur für die bereitwilligen Ausführungen, sondern auch für die Zurverfügungstellung des Filmmaterials von dem Einsatz auf der Bodan-Fähre 1993.

Weiterhin möchten wir uns bei Roland Klinger bedanken, der uns erlaubte die Fotos aus dem Archiv des Mondorfer Drogenristen Wilfried Korten, dass dessen Tochter Ihm zur Aufarbeitung überlassen hat, zu verwenden. Zudem erhielten wir vom Herrn Klinger weiteres Informationsmaterial zu dem Einsatz. www.mondorf-rhein.de

Zuletzt gilt unser Dank noch Frau Susanne Hennche vom General Anzeiger Bonn, die für uns im Archiv nach Artikeln zu diesem Thema suchte und fündig wurde. www.general-anzeiger-bonn.de

Textquellen:

Werbebroschure der Bodan-Fähre, herausgegeben von der Bodan-Werft, Erscheinungsjahr unbekannt

Zeitschrift „Die Bundeswehr“Ausgabe Nr. 8 – August 1993 Artikel “Bundeswehr schafft neue Wege – Ein etwas anderer Einsatz“ Seite 41, Autor: Uwe Pook

Archiv- Artikel „ General Anzeiger“ Erscheinungstag: 30.04.1993 Dokument,ID.: 84494 , Titel: „Pioniere leisten Fährdienst über den Rhein", Autor: Michiko Uebel

Archiv- Artikel „ General Anzeiger“ Erscheinungstag: 23.02.1994 Dokument,ID.: 95220, Titel: „Die alte Dame braucht den täglichen Stau“, Autor: Annette Lüdtke

40 Jahre Siegauenbrücken der L 269

Mal eben von Mondorf nach Bonn oder von Bonn zurück. Das war bis Mitte der 1970er Jahre nicht so einfach. Zwar konnte man mit der Fähre über den Rhein setzen, aber wenn man die letzte Fähre verpasst hatte, war der Weg sehr umständlich. Der Landweg zwischen Bonn und Mondorf war nur über Troisdorf - Meindorf - Geislar - Beuel - Kennedybrücke möglich. Auch der Bau der Bonner Nordbrücke im Jahr 1967 verkürzte die Strecke nur minimal, denn der Weg führte immer noch über die nächste von dort aus ereichbare Brücke bei Friedrich-Wilhelms-Hütte über die Sieg.

 

Eine schnellere Verbindung musste her, und so wurde eine Verbindung quer durch die Siegniederung gebaut. Die Landstraße L269 wurde auf einen Damm gelegt um sie vor Hochwasser zu schützen. Damit die Sieg und der alte Siegarme Diescholl bei Hochwasser genug Raum hatten, wurden weiterhin zwei großzügige Brücken eingeplant. Jedoch benötigte man zur Herstellung des Dammes, enorme Mengen Erdreich, die auf möglichst kurzen Wegen herangeschafft werden sollten.

 

Diesen Umstand wollte man  sich in Mondorf zunutze machen, denn eine Erweiterung und Vertiefung des Mondorfer Hafens war schon lange geplant. Daher bot man der Baufirma den Aushub von 300000m³ des Hafenbeckens an, das auch gerne angenommen wurde. Jedoch plante man auch in Bergheim eine Vertiefung des "Diescholl" und der "Obersten Fahr" und wollte den Aushub natürlich auch möglichst einfach loswerden. Troisdorf bestand darauf auch diesen Aushub zu verwenden, da die Landstraße größtenteils über Troisdorfer Gebiet verlief. So wurde die Abnahmemenge der Mondorfer auf 150000 m³ reduziert, was zur Folge hatte, dass der Hafen kleiner wurde als ursprünglich geplant.

 

 

Die Bauarbeiten zogen sich über mehrere Jahre hin, denn nicht nur der Damm und die Baggerarbeiten waren umfangreich. Im Bereich des Anschlusses an die Rheidter Straße und die Provinzialstraße mussten einige Umgestaltungsmaßnahmen durchgeführt werden. Die Eisenbahntrasse velief über die heutige Ampelkreuzung Richtung Südosten und dann entlang der heutgen Lerchenstraße. Daher musste sie in einem Bogen weiter nach Nordosten verlegt werden und quert die Provinzialstraße heute ca. 250m weiter östlich. Weiterhin lag der Anschluss der Rheidter Straße tiefer als das Niveau des Dammes, sodass eine Schneise zwischen Mondorf und Bergheim gegraben werde musste, um das Niveau anzupassen. Auch stand an der Stelle, wo die L269 heute die Mondorfer Straße unterquert, ein Haus, das im Rahmen der Bauarbeiten des Durchstichs abgerissen wurde.

 

 

Es soll beim Bau auch einen Teileinsturz der Siegbrücke geben haben (nachzulesen in "Aus den Tiefen der Sieg" von Maria Reinartz). Frau Reinartz hat in dem Roman persönliche Erlebnisse eingebaut aber leider hatte Sie damals auch keine Fotos gemacht. Frau Reinartz hat die Brückenteile liegen gesehen und erinnerte sich, dass der abgebrochene Teil weggesprengt wurde, um erneuert zu werden.

 

 

Am 23.2.1976 wurde die L269 von Mondorf nach Bonn-Beuel wurde eröffnet. Die Einweihung erfolgte mit Bussen der RSVG. Mitfahren durften die Grundschulkinder aus Mondorf.
Von Beginn an wurde die Landstraße täglich von vielen Pendlern genutzt. So sehr, dass man zu Beginn der 1990er Jahre ab 7:00 morgens unweigerlich in einen Stau fuhr, wenn man diesen Weg nahm. Man versuchte daher, die öffentlichen Verkehrsmittel attraktiver zu machen, und legte in Richtung Bonn eine Busspur an – mit mäßigem Erfolg.
Mit den Jahren waren auf dieser stark befahrenen Straße immer wieder Ausbesserungsarbeiten nötig. Erst kürzlich (29.06. - 30.07.2015) wurde die gesamte Fahrbahndecke in Rekordzeit saniert. Fast passend zu Ihrem 40sten Geburtstag.

Ein herzlicher Dank für Informationen zu diesem Thema gilt Frau Maria Reinhartz, Beate Eisenberg und Roland Klinger. Weitere Informationen fanden wir im Artikel von Karl J. Arnold: Der Mondorfer Hafen, „Niederkasseler Heften Nummer 5 (S. 3-12)“. Die Fotos die während der Bauphase ca. 1974/75 aufgenommen wurden, stammen von Eyke Moskopp.

Die Kallboys und das grüne C

Die "Regionale" ist eine Strukturfördermaßnahme in Nordrhein-Westfalen. Im Rahmen der Regionale 2010, an der sich auch Bonn und der Rhein-Sieg-Kreis beteiligten, wurde das Projekt "Grünes C" entwickelt und umgesetzt. Dabei sollten Naherholungsgebiete und Parks zusammenhängend verbunden werden, die sich in Form eines Halbrunds, wie beim Buchstaben "C", links und rechtsrheinisch um Bonn befinden. Es wurden landschaftsbauliche Maßnahmen, wie Anpflanzungen, Radwege, Parkbänke und Beschilderungen in Form von Bodenplatten aus Beton umgesetzt. Hierzu wurden vom Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung, dem Land Nordrhein-Westfalen und der Europäischen Union Gelder beigetragen.

Dennoch war das Projekt in der Region nicht unumstritten. Zum Einen hatten die Städte und Gemeinden einen nicht unerheblichen Teil der Kosten selbst zu tragen. Zum Anderen waren Teile der Bevölkerung nicht mit der Umsetzung des Projektes einverstanden, da das Design sehr viel Betonflächen und Betonobjekte vorsah. So wurde beispielsweise das Ufer an der Mondorfer Fähre komplett umgestaltet und zu einer durchgehend geschlossenen (Stein/Beton) Fläche.

Im Rahmen dieses Projektes wurden auch die Kallboys von einer für das „Grüne C“ arbeitenden Design-Agentur angeschrieben. Dabei bat man uns ein Bild unserer Rheidter Windmühle für eine Informationstafel am Radweg zwischen Rheidt und Mondorf verwenden zu dürfen. Es sollten an verschieden Stellen solche Tafeln installiert werden, um Radfahrer und Spaziergänger über historische Gebäude, Landschaftliche Gegebenheiten und Sehenswürdigkeiten zu informieren. Da die Windmühle jedoch 1923 abgerissen wurde, gab es keine Möglichkeit der Illustration.

Im Jahr 2011 hatten die Kallboys mit Unterstützung des Heimatforschers Dieter Est diese Windmühle rekonstruiert und als Mondorfer Bastelbogen zum kostenlosen Download bereitgestellt. Wir haben uns daher über die Anfrage der Agentur sehr gefreut, zumal auch eine Quellenangabe zu unserer Homepage darauf angebracht werden sollte. Natürlich stimmten wir dem Vorhaben zu und stellten Bilder des Modells bereit. Tatsächlich wurde diese Tafel auch aufgestellt und sie war größer als gedacht.
Leider wurde die Tafel im Oktober 2014 zerstört und daher demontiert. Der Heimatforscher Josef Schnabel hat daraufhin bei der Stadt Niederkassel nachgefragt. Die Tafel soll leider nicht ersetzt werden.

Wer nun die Rheidter Windmühle einmal selbst bauen möchte, kann sich den sechsten Mondorfer Bastelbogen hier kostenlos herunterladen.

Download
Ein herzlicher Dank geht an Dieter Est, der uns freundlicherweise die von Ihm aufgenommenen Bilder der Informationstafel  für diesen Beitrag zur Verfügung stellte.

 

Nachtrag:

Im September 2015 wurde ein neues Schild errichtet. Vielen Dank an Herrn Dieter Est, der uns darauf aufmerksam machte und uns ein neues Bild zur Verfügung stellte.

   
© Kallboys